Stand der Recherche: 22.10.2026. Geprüft wurden öffentlich abrufbare Anbieterinformationen, der Google-Play-Eintrag und ausgewählte Vergleichsberichte. Keine Registrierung, kein Nachrichtentest und kein Kauf. Widersprüche zwischen Anbieterquellen sind ausdrücklich gekennzeichnet.
lablue im Überblick: Angebot und Zielgruppe
lablue ist eine deutschsprachige Singlebörse für Partnersuche, Flirts und Freundschaften. Im Mittelpunkt stehen die eigene Suche und der direkte Austausch. Eine geführte Partnervermittlung mit Persönlichkeitstest ist nach der Selbstdarstellung nicht das Konzept. Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. [Q1]
Die kostenlose Kontaktaufnahme ist das wichtigste Verkaufsargument. „Kostenlos“ bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche Funktionen uneingeschränkt verfügbar sind. Zudem sind die öffentlichen Angaben zur Kommunikation widersprüchlich; darauf gehen wir im Abschnitt „Suche und Kommunikation“ ein.
Auf einen Blick
- Zielgruppe: Singles, die selbst nach Kontakten suchen möchten; die AGB erlauben die App-Nutzung ausdrücklich erst ab 18 Jahren. [Q1, Q4]
- Gratis-Funktionen: Profil, Fotos, Suche sowie grundlegende Nachrichten- und Chatfunktionen nach Anbieterangaben. [Q2, Q3]
- Premium-Funktionen: Optionaler lablue Club; Club Plus ergänzt die Club-Leistungen um Werbefreiheit. [Q5]
- Kostenmodell: Kostenlose Basis und zeitlich begrenzte Zusatzpakete gegen Einmalzahlung. Die vollständigen Buchungskonditionen wurden nicht getestet. [Q4]
- Prüftiefe: Quellenprüfung ohne eigenes Nutzerkonto; keine belastbaren Aussagen über Antwortquoten, regionale Aktivität oder Vermittlungserfolg.
Kurzfazit
lablue kommt für Menschen infrage, die eine klassische Kontaktbörse ausprobieren möchten. Die Startseite bewirbt kostenlose Kommunikation für Frauen und Männer. [Q2] Ein uneingeschränktes Gratisversprechen wäre dennoch zu weitgehend: Die genaueren Leistungsangaben und die FAQ passen nicht vollständig zusammen.
Unsere Einschätzung betrifft die öffentlich beschriebene Leistung. Bedienkomfort und Kontaktqualität wurden nicht praktisch bewertet.
Stärken
- Kontaktaufnahme grundsätzlich ohne Premium-Zahlung möglich. [Q2]
- Kostenpflichtige Laufzeiten enden laut AGB automatisch. [Q4]
- Eigene Profilsuche statt verpflichtendem Persönlichkeitstest. [Q1]
- Meldefunktion bei Belästigung laut FAQ. [Q3]
- Android-App und Nutzung im Browser dokumentiert. [Q6, Q7]
Zu beachten
- Widersprüchliche Anbieterangaben zu Nachrichtenlimits.
- Keine vollständige, öffentlich verifizierte Preisliste mit allen Laufzeiten und Gesamtbeträgen.
- Werbefinanzierung; die AGB verlangen für die Registrierung eine Einwilligung in Datenverarbeitung zu Werbezwecken und werbliche Ansprache. [Q4]
- Keine unabhängig bestätigten Statistiken zu aktiven Mitgliedern oder Erfolgschancen.
- Kein eigener Praxistest; Drittberichte sind teils älter und kommen zu unterschiedlichen Urteilen.
Mitglieder und Altersstruktur
Die Startseite nennt mehr als 500.000 Singles. Dabei handelt es sich um eine Anbieterangabe ohne dort erläuterte Zählmethode oder Aktivitätszeitraum. Daraus lässt sich weder die Zahl gleichzeitig aktiver Menschen noch die Auswahl in einem bestimmten Wohnort ableiten. Die beworbenen Bereiche ab 40, 50 und 60 beschreiben angesprochene Altersgruppen. [Q2]
Anders als im Entwurf dargestellt, nennt lablue auf seiner Über-uns-Seite auch einen Altersschwerpunkt: 45 bis 65 Jahre. Eine Datengrundlage wird dort nicht erläutert. Wir geben dies deshalb ausschließlich als Selbstauskunft wieder, nicht als unabhängig bestätigte Mitgliederstatistik. Eine belastbare Geschlechterverteilung liegt uns nicht vor. [Q1]
Anmeldung, Profil und Bedienung
Als Mindestangaben im Profil nennt die FAQ Geschlecht, Alter, Wohnort und Pseudonym. Ein Ausweis sei nach der Registrierung grundsätzlich nicht erforderlich; einzelne Profile könnten jedoch überprüft werden. [Q3] Die Beschreibung des Chats nennt zusätzlich E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Passwort sowie die Bestätigung per E-Mail. Den vollständigen Registrierungsablauf haben wir nicht durchlaufen. [Q8]
Die App-Seite beschreibt Interessen-Tags und bis zu zehn Fotos ohne Aufpreis. [Q6] Neue Profile werden laut Startseite vor der Freischaltung geprüft. Das ist keine Garantie für die Echtheit jedes Kontakts. [Q2] Die AGB nennen außerdem KI zur Prüfung von Profilinhalten. [Q4]
Wie verständlich Formulare, Fehlermeldungen und Navigation im eingeloggten Bereich sind, bleibt offen. Die Werbeaussage, die Anmeldung dauere zwei Minuten, ist keine von uns gemessene Zeit. [Q6]
Suche und Kommunikation
Nach der App-Beschreibung gibt es Filter für Geschlecht, Alter, Region, Umkreis und Profile mit Foto. Profile können unter anderem Wohnort, Größe, Figur und letzten Login zeigen. [Q6] Die offizielle Kostenseite ordnet auch die Umkreissuche der kostenlosen Nutzung zu. [Q5]
Wichtiger Quellenwiderspruch: Die FAQ verneint ein Tageslimit. [Q3] Die Kostentabelle nennt dagegen 15 ausgehende Mails pro Tag für die Basisversion. Antworten bleiben laut Kostenseite unbegrenzt; das erste Anschreiben frisch angemeldeter Mitglieder ist dem Club vorbehalten. Wie lange diese Sperre dauert, wird nur mit „in den ersten Tagen“ beschrieben. Die tatsächliche Umsetzung haben wir nicht getestet. [Q5]
Damit ist kostenloser Austausch belegt, uneingeschränktes Anschreiben aller Mitglieder jedoch nicht. Bei abweichenden Hinweisen im Konto sollte der Support die jeweils geltenden Grenzen klären.
App und mobile Nutzung
Eine Android-App ist durch den offiziellen Google-Play-Eintrag belegt. Dieser kennzeichnet sie als werbefinanziert und zeigt eine USK-Einstufung ab 18 Jahren. Die Store-Alterskennzeichnung und das vertragliche Mindestalter sind unterschiedliche Angaben. [Q7]
Für andere Geräte beschreibt lablue eine Web-App: Website im Browser öffnen und zum Startbildschirm hinzufügen. Das gilt auch als dokumentierter Zugangsweg für das iPhone. Eine eigene iOS-App der Singlebörse konnten wir nicht verifizieren. [Q6] Ebenso wenig wurden separate Apple- oder Google-Abrechnungen, In-App-Käufe oder Store-spezifische Kündigungsbedingungen bestätigt. Aus der Verfügbarkeit einer Android-App folgt kein Nachweis für einen Kauf über Google Play.
Kosten und Zahlungsoptionen
Die Kostenseite nennt Einstiegspreise, aber keine vollständige Zuordnung zu buchbaren Laufzeiten und Gesamtpreisen. Monatliche Vergleichswerte sind keine monatliche Abbuchung. [Q5]
| Tarif | Belegte Funktionen | Laufzeit | Belegter Preis | Automatische Verlängerung |
| Basis-Mitgliedschaft | Profil, Suche, Chat und Nachrichten mit den oben beschriebenen Grenzen | Ohne bezahltes Paket nutzbar | 0 Euro | Kein kostenpflichtiges Abo |
| lablue Club | Erstkontakt zu neuen Mitgliedern; 30 Kontakte, 80 gespeicherte Nachrichten, Besucher und Fans | Wählbarer Zeitraum; vollständige Auswahl nicht verifiziert | Ab umgerechnet 4,16 Euro/Monat; Gesamtbetrag nicht verifiziert | Nein, Einmalzahlung |
| lablue Club Plus | Club-Leistungen und Werbefreiheit | Wählbarer Zeitraum; vollständige Auswahl nicht verifiziert | Ab umgerechnet 5,83 Euro/Monat; Gesamtbetrag nicht verifiziert | Nein, Einmalzahlung |
Quelle der Tarifangaben: offizielle Kostenseite. [Q5] Die FAQ verspricht für Plus zusätzlich den Verzicht auf Werbetracking; das bedeutet nicht, dass keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden. [Q3]
Der Kaufpreis wird laut AGB bei Vertragsschluss fällig. [Q4] Zahlungsarten und weitere Zusatzkäufe sind ohne Bestellprüfung nicht abschließend geklärt. Vor einem Kauf sollten Gesamtbetrag, Leistungsumfang, Laufzeit und Zahlungsweg feststehen. Externe Preisangaben ersetzen diese Prüfung nicht.
Vertragslaufzeit, Kündigung und Profil löschen
Laut AGB enden gebuchte Laufzeiten automatisch. Eine vorzeitige Abmeldung führt nach deren Wortlaut nicht zur Erstattung bereits gezahlter Beträge. Diese Klausel ist keine abschließende Aussage über gesetzliche Ansprüche. Unter „Widerrufsrecht“ enthalten die geöffneten AGB lediglich den Hinweis, dass dieses für Verbraucher gilt; eine vollständige Belehrung mit Frist und Ausübungshinweisen ist dort nicht enthalten. Kaufbezogene Widerrufsinformationen wurden nicht geprüft. [Q4]
Für die Profillöschung gibt es eine öffentliche Anleitung: einloggen, unten „Vertrag kündigen“ öffnen, „löschen“ eingeben und „Mitgliedschaft beenden“ wählen. Der Anbieter beschreibt dies als endgültige Löschung einschließlich Fotos und Mails. Den Ablauf haben wir nicht ausgeführt. [Q9] Der direkte Kündigungslink lieferte beim Quellenabruf nur einen Nachladehinweis; daraus lässt sich keine Funktionsstörung im Nutzerkonto ableiten. [Q10]
Die pauschale Aussage der Kündigungsseite, alle Daten würden sofort gelöscht, ist zu relativieren: Die Datenschutzerklärung nennt weitere Speicherung bei vertraglichen oder gesetzlichen Verpflichtungen. Sie ermöglicht außerdem die Auflösung der Registrierung durch formlose E-Mail-Mitteilung. [Q11]
Datenschutz und Sicherheit
Das Impressum nennt „lablue Partnersuche“, Turbinenstr. 7, 70499 Stuttgart, sowie Kontaktformular und E-Mail-Adresse. Im auslesbaren Abschnitt „Inhaber/Diensteanbieter“ war kein Name erkennbar. Die Formulierung des Entwurfs, der Betreiber sei dadurch vollständig identifizierbar, war deshalb zu eindeutig. [Q12] Google Play nennt als Entwickler Marek Siegle mit derselben Anschrift. [Q7]
Die Datenschutzerklärung benennt Dr. Stephan Schenk von der Weser Datenschutz GmbH als Datenschutzbeauftragten. Sie beschreibt unter anderem Cookies, Werbe- und Analysedienste sowie mögliche Datenübermittlungen in die USA. Ein ausschließlich deutscher Speicherort lässt sich daraus nicht ableiten. [Q11]
Im Play-Store-Eintrag erklärt der Entwickler, dass unter anderem personenbezogene Informationen, Nachrichten sowie Fotos und Videos an Dritte weitergegeben werden können. Außerdem nennt er Transportverschlüsselung. Das sind Entwicklerangaben, kein unabhängiges Sicherheitsaudit und kein Nachweis einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. [Q7]
Bei Belästigung steht laut FAQ ein Meldebutton im Profil zur Verfügung. [Q3] Die AGB erlauben Sperren und zusätzliche Dokumentennachweise. [Q4] Wie wirksam diese Maßnahmen gegen Fakes und Betrug sind, bleibt ohne praktische oder unabhängige Untersuchung offen.
Erfahrungen und Testberichte
Externe Berichte liefern ergänzende Perspektiven, aber keine repräsentative Messung. Die folgenden Portale weisen auf mögliche Provisionen für Vermittlungslinks hin. Ihre Beobachtungen sind zudem zeitlich einzuordnen.
Netzwelt: Der Test vom 24. Januar 2024 vergibt die Note 2,4 („gut“). Er lobt die kostenlose Nutzung und schnelle Anmeldung, kritisiert aber den begrenzten Funktionsumfang und die Auswahl an Singles. Das Urteil bezieht sich auf den damaligen Test und ist kein Nachweis der heutigen Aktivität. [Q13]
Dating-Kompass: Die abgerufene Seite nennt als letztes Update den 7. Oktober 2026, nicht den im Entwurf genannten 21. Oktober. Sie lobt Gratisnachrichten und die Community, kritisiert Design, Funktionalität und viele Fakes. Diese Fake-Einschätzung ist nicht unabhängig bestätigt. [Q14]
Singlebörsen-Aufsicht: Der Beitrag mit Update vom 27. Oktober 2024 spricht dagegen von wenigen Fakeusern. Er bezeichnet die Umkreissuche als kostenpflichtig und nennt nur Website beziehungsweise Web-App. Das passt nicht zu den geöffneten heutigen Anbieterinformationen und dem Android-Store-Eintrag. Der Bericht eignet sich daher nur eingeschränkt für aktuelle Funktionsangaben. [Q15]
Aus den gegensätzlichen Urteilen zu Fakes lässt sich keine verlässliche Quote ableiten. Weitere im Entwurf aufgeführte Portale werden hier nicht als geprüfte Belege geführt. Auch die ursprüngliche Kennzeichnung verschiedener Vergleichsartikel als „Pressemitteilung“ wird nicht übernommen.
Anmerkungen unserer Experten
Dieser Beitrag ist eine redaktionelle Quellenprüfung, kein eigener Produkttest und kein dokumentiertes Expertengutachten. Die erhaltene Abschnittsüberschrift begründet keine darüber hinausgehende Expertise oder Nutzungserfahrung.
Das größte Transparenzproblem sind die widersprüchlichen Leistungsangaben. Für eine belastbare Kaufentscheidung fehlen außerdem die Prüfung des konkreten Angebots im Konto und der dazugehörigen Vertragsinformationen. Positiv ist, dass zahlreiche Basisfunktionen öffentlich beschrieben werden; ihre praktische Qualität bleibt unbewertet.
Fazit
lablue lässt sich als klassische Kontaktbörse mit kostenloser Grundnutzung einordnen. Wer selbst suchen und schreiben möchte, kann prüfen, ob vor Ort passende Kontakte vorhanden sind. [Q1, Q8]
Eine pauschale Empfehlung für unbegrenzte Gratis-Kommunikation wäre angesichts der widersprüchlichen Quellen nicht gerechtfertigt. Vor einer Zusatzbuchung sollten die konkreten Bedingungen sichtbar sein. Mitgliederzahl und Drittbewertungen erlauben keine seriöse Vorhersage persönlicher Erfolgschancen.
Unsere Quellen und der Stand der Recherche
Die folgenden Seiten wurden am 22.10.2026 inhaltlich geöffnet und ausgewertet. Öffentlich zugängliche Textfassungen können dynamische Formulare oder Bestellansichten unvollständig wiedergeben. Anbieterbeschreibungen sind als solche gekennzeichnet; externe Testurteile werden davon getrennt.
Eigene Prüfung: Keine Registrierung, kein Nachrichtentest, kein kostenpflichtiger Praxistest, keine technische Sicherheitsprüfung. Nicht verifizierte Konditionen bleiben offen. Die Prüfung bestätigt weder die Rechtskonformität des Angebots noch die Wirksamkeit sämtlicher AGB-Klauseln.
- Q1: lablue: Über den Anbieter und die Mitgliederstruktur
- Q2: lablue: Startseite
- Q3: lablue: Häufige Fragen
- Q4: lablue: AGB, insbesondere 1.4, 1.8–1.9 sowie Abschnitte 3–5
- Q5: lablue: Kosten und Leistungsvergleich
- Q6: lablue: Android-App und Web-App
- Q7: Google Play: lablue Partnersuche, Paket de.lablue.app
- Q8: lablue: Kostenlos chatten
- Q9: lablue: Anleitung zur Kündigung und Profillöschung
- Q10: lablue: Direkter Kündigungslink – nur Nachladehinweis auslesbar
- Q11: lablue: Datenschutzerklärung, insbesondere Abschnitte 2, 6 und 8
- Q12: lablue: Impressum
- Q13: Netzwelt: Test vom 24.01.2024
- Q14: Dating-Kompass: Testbericht, angezeigtes Update 07.10.2026
- Q15: Singlebörsen-Aufsicht: Testbericht, angezeigtes Update 27.10.2024
Dieser Text wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz anhand der genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Eine abschließende Freigabe durch die veröffentlichende Redaktion steht aus.
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